Im April 1999 wurde auf dem Gebiet der Luftreinhaltung das deutsch-tschechische Umweltschutzpilotprojekt "Mobiles Fernmesssystem für Luftverunreinigungen" gestartet. Kooperationspartner sind die Firma Lidar aus Prag und die Universität Bayreuth. Im Rahmen des Projektes erwirbt Lidar ein mobiles Fernmesssystem, das mit modernster Laser- und Schallwellentechnik ausgestattet ist und sowohl Emissionen als auch Immissionen erfasst. Dieses System wird vom Brandenburger Unternehmen Elight Laser Systems GmbH hergestellt und soll ab Mitte nächsten Jahres überwiegend
auf tschechischer Seite eingesetzt werden. Es soll dazu dienen, die Quellen der Luftbelastungen im deutsch-tschechischen Grenzgebiet zu verzeichnen. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Simone Probst:
"Wir streben mit dem Umweltschutzpilotprojekt nicht nur eine Entlastung der Umwelt an, sondern wollen auch ein Zeichen für die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Herzen Europas setzen." Das Bundesumweltministerium stellt für die Beschaffung des mobilen Fernmesssystems Fördermittel in Höhe von bis zu einer Million DM bereit.
Zu dem Umweltschutzpilotprojekt gehört auch ein Fortbildungs- und Austauschprogramm in Deutschland für das tschechische Fachpersonal, das an dem mobilen Fernmesssystem eingesetzt wird. Dafür gewährt das Bundesumweltministerium weitere 200.000 DM. Vier Mitarbeiter der Firma Lidar werden sieben Monate lang von Experten der Elight Laser Systems geschult.
Zum offiziellen Start des Programms sagte Frau Probst heute bei der Begrüßung der Fortbildungsteilnehmer: "Ohne gut geschultes und motiviertes Personal bleibt auch die modernste Umwelttechnik wirkungslos. Das Programm ist auch ein kleiner Beitrag zur deutsch-tschechischen Verständigung."