Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit teilt mit:
"Das Ziel der Bundesregierung, die freiwillige Umweltbetriebsprüfung nach der EG-Öko-Audit-Verordnung auf bestimmte Dienstleistungsbereich auszuweiten, zeigt erste Erfolge." Dies erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Walter Hirche, anläßlich der am Wochenende erfolgten Übergabe der Zertifizierungsurkunde an die Kurbetriebsgesellschaft Bad Zwischenahn nach der EG-Öko-Audit-Verordnung. "Die Fachklinik für Rheuma und Rehabilitation ist die erste Einrichtung dieser Art in Europa mit dem Öko-Audit-Label. Damit ist ein Qualitätsnachweis besonderer Art erbracht. Künftig wird bei Werbemaßnahmen im Klinikbereich niemand mehr an diesem Niveau vorbeikönnen."
Mit der am 10. Februar 1998 in Kraft getretenen nationalen Erweiterungsverordnung zum Umwelt-Audit-Gesetz wurde das System der freiwilligen Umweltbetriebsprüfung auch für Dienstleistungsunternehmen geöffnet. Nunmehr haben auch Banken und Versicherungen, der Groß- und Einzelhandel, das Gastgewerbe, Verkehrsunternehmen, Reisebüros, Post- und Fernmeldedienste, Hochschulen, Krankenhäuser, Kliniken und Kommunen die Möglichkeit, am Umwelt-Audit teilzunehmen. Sie können ihre Umwelterklärung gleichermaßen wie Unternehmen des produzierenden Gewerbes von einem Umweltgutachter prüfen und ihre Betriebsstandorte registrieren lassen und somit in den Genuß der werbewirksamen Teilnahmeerklärung gelangen. Hirche: "Inzwischen zeigen mehr als 1600 registrierte Unternehmensstandorte im Rahmen des Audit-Systems, daß wir hier auf einem erfolgreichen Weg sind. Eine vorausschauende, umweltorientierte Unternehmensführung kann intelligente Lösungen für Produkt- und Prozeßgestaltung sowie für organisatorische Strukturen identifizieren und umsetzen. Das Umweltmanagement dient dabei nicht nur dem Umweltschutz, sondern eröffnet durch vielfältige ökonomische Vorteile auch neue Chancen im Wettbewerb. Jeder einzelne Schritt, der durch betriebliche Innovationen dazu beiträgt, den klassischen, nachsorgenden Umweltschutz zu einem vorsorgenden, in die Entscheidungsprozesse der Unternehmen integrierten Umweltschutz weiterzuentwickeln, bringt uns gleichzeitig einen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung voran. Die Tatsache, daß nun zunehmend Unternehmen und Betriebe aus einem immer weiteren Spektrum von Wirtschaftsbranchen aktiven Umweltschutz betreiben und erfolgreich am System des EG-Öko-Audit teilnehmen, ist insofern für mich ein erfreuliches und ermutigendes Zeichen."