Mit einem Fest im Umweltministerium würdigten Vertreter der Anrainerstaaten des ehemaligen "Eisernen Vorhangs" das, was aus dem früheren Grenzstreifen geworden ist: der längste Biotopverbund Europas. Das "Grüne Band Europa" soll auch in Zukunft im Zeichen von Naturschutz und Nachhaltigkeit stehen, so die Absicht der Staatenvertreter. Anlass des Treffens ist das zehnjährige Jubiläum der Zusammenarbeit, die 24 Anrainerstaaten umfasst.
"Im Schutz des ehemaligen Eisernen Vorhangs konnte sich die Natur über viele Jahrzehnte weitgehend ungestört entwickeln", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser. Das Grüne Band ist über 12.500 km lang und verläuft entlang der Grenzen von 24 Staaten, darunter EU-Staaten und Nicht-EU-Staaten, von der Barentssee im Norden bis ans Schwarze Meer im Süden mit einem Zweig um Albanien herum. Es ist der längste Biotopverbund Europas. "Durch die gemeinsamen grenzüberschreitenden Arbeiten leistet das Grüne Band einen wichtigen Beitrag zum Zusammenwachsen Europas", so Heinen-Esser.
Vertreter der Anrainerstaaten zeichneten eine Absichtserklärung zur Fortführung und Stärkung der nachhaltigen Entwicklung des Grünen Bandes. "Ich freue mich, dass die Anrainerstaaten ihre Unterstützung für die Initiative bekräftigt haben", sagte Heinen-Esser. "Die vielfältigen Landschaften entlang des Grünen Bandes müssen erhalten und ihre Natur- und Kulturwerte nachhaltig gesichert werden."