Eröffnung der TerraTec

02.03.1999
Hinweis: Dieser Text stammt aus dem Pressearchiv.
Veröffentlicht am:
Laufende Nummer: 6/99
Thema: Wirtschaft
Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Leitung: Jürgen Trittin
Amtszeit: 27.10.1998 - 22.11.2005
14. Wahlperiode: 27.10.1998 - 22.10.2002
Trittin: Energiesparen ist umweltfreundichste Energiequelle und wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

Trittin: Energiesparen ist umweltfreundichste Energiequelle und wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

Der rationelle und sparsame Energieverbrauch ist nach Ansicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin die umweltfreundlichste Energiequelle und zugleich ein wichtiger Beitrag, die ehrgeizigen deutschen Klimaschutzziele zu erfüllen. "Deshalb haben Energieeffizienz und -sparen wie der Atomausstieg und die Förderung erneuerbarer Energien im Rahmen der Energiewende in Deutschland Priorität," erklärte Trittin heute in Leipzig zur Eröffnung der Umwelttechnik- und Energiemesse TerraTec.

Nach Schätzungen der Klima-Enquete-Kommissionen gibt es in einzelnen Bereichen Einsparpotentiale von bis zu 90 Prozent, die bereits mit den heute verfügbaren Techniken genutzt werden könnten. Die TerraTec, so der Minister, habe die Zeichen der Zeit erkannt und setze mit ihrer stärkeren Ausrichtung hin zum Energiebereich auf einen Wachstumsmarkt der Zukunft.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Die Bundesregierung hält an ihrem Ziel, eine Energiewende in Deutschland einzuleiten und den Einstieg in eine nachhaltige Energiepolitik ohne Atomkraft zu gestalten, fest. Dazu sind eine ganze Reihe von Zielen miteinander in Einklang zu bringen: Atomausstieg, Klimaschutz, Ressourcenschonung, Energieversorgungssicherheit und Preiswürdigkeit der Energieversorgung müssen auf einem Pfad erreicht werden. Die Umgestaltung der traditionell geprägten, angebotsorientierten Energiewirtschaft stellt eine große Herausforderung dar. Die Einbindung der nationalen Energiewirtschaft in die europäischen Strukturen und den internationalen Markt erleichtert die Lösung dieser Aufgabe nicht. Wir werden uns ihr aber konsequent stellen und zeigen, daß die Versorgung einer modernen Industriegesellschaft ohne Atomkraft möglich ist und zugleich die gesamtwirtschaftlichen Ziele Beschäftigung, nachhaltiges Wachstum, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und Geldwertstabilität keinen Schaden leiden. Im Gegenteil. Deutschland wird damit fit gemacht für das nächste Jahrhundert."

Trittin verwies im weiteren auf den engen Zusammenhang von Umwelt- und Klimaschutz sowie Maßnahmen im Energiebereich. Über 90 Prozent der Schadstoffemissionen seien energiebedingt, darunter bei Stickoxiden zu 99 Prozent, bei Schwefeldioxid und Kohlendioxid zu über 95 Prozent. Deshalb sei es wichtig, den Umweltschutz stärker in andere Politikbereiche zu integrieren. Neben der Energiepolitik seien dies vor allem die Verkehrs-, Agrar-, die Steuer- und Finanzpolitik sowie die Wirtschaftspolitik.

Der Bedeutung des Energiebereiches für den Klimaschutz trägt auch das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung Rechnung. Allein rund 100 von insgesamt 150 Maßnahmen im Klimaschutzprogramm sind im Energiebereich angesiedelt. Zwischen 1990 und 1998 sind die energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland um nahezu 140 Millionen Tonnen gesunken. Dies entspricht einer CO2-Minderung um mehr als 13 Prozent.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Um das Klimaschutzziel der Bundesregierung zu erreichen, die CO2-Emissionen bis 2005 um ein Viertel im Vergleich zu 1990 zu senken, halte ich zusätzliche Anstrengungen für unabdingbar. Mittelfristig ist der Ausstieg aus der Atomkraft eine wesentliche Voraussetzung für den Klimaschutz, um den Aufbau effizienter dezentraler Energieversorgungsstrukturen zu ermöglichen. Der mit den bisher dominierenden Großstrukturen verbundenen Energieverschwendung muß Einhalt geboten werden. Für den Einstieg in eine moderne Energiestruktur ohne Atomenergie werden innovative, marktfähige Lösungen gebraucht. Deshalb wünsche ich der TerraTec, daß sie nicht nur Schaufenster zukunftsorientierter Umwelt- und Energietechnik ist, sondern auch wichtige Anstöße für eine nachhaltige Entwicklung im Energiebereich gibt."

02.03.1999 | Pressemitteilung 6/99 | Wirtschaft
https://www.bmuv.de/PM440
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